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12.06.25

Wie man das Einführen und Entfernen einer Menstruationstasse erleichtert

Beim Einführen und Herausnehmen der Tasse ist es hilfreich, mit den Vaginalmuskeln (Beckenbodenmuskeln) zu arbeiten und die gesamte Handhabung der Tasse dadurch deutlich zu erleichtern.

So gehst Du vor – Einführen der Tasse:

Führe die gefaltete Tasse so tief in die Vagina ein, wie es für Dich angenehm ist (Du hältst die gefaltete Tasse zwischen Daumen und Zeigefinger). Versuche nicht, die Tasse sofort vollständig einzuführen. Ein Teil der Tasse bleibt zunächst außerhalb der Vagina, normalerweise ungefähr die Hälfte. Drücke nun mit dem Zeigefinger auf den untersten Teil der Tasse, damit Du sie vollständig in die Vagina schieben kannst. Jetzt kommen Deine Vaginalmuskeln zum Einsatz. Während Du mit dem Zeigefinger auf die Tasse drückst, ziehst Du sie mit Deinen Vaginalmuskeln nach innen. Fahre fort, bis die gesamte Tasse einschließlich Stiel innen liegt. Setze anschließend den Zeigefinger an die Stelle, an der die Tasse beim Falten geknickt war, und ertaste, ob sie sich vollständig entfaltet hat. Wenn sie sich nicht ganz entfaltet hat, ist sie an dieser Stelle noch nach innen geknickt – das kannst Du leicht fühlen. Du musst daher nicht die ganze Tasse mit dem Finger umrunden, um zu prüfen, ob sie sich vollständig entfaltet und einen Unterdruck erzeugt hat.

Hilfsmittel/Training: Ahme mit dem Mund das Ansaugen von Luft durch einen Strohhalm nach und ziehe die Luft so ein, als käme sie aus dem Unterbauch und stiege nach oben in die Lunge. In diesem Moment spannst Du unwillkürlich auch die richtigen Beckenboden- und Vaginalmuskeln an.

So gehst Du vor – Herausnehmen der Tasse:

Drücke mit Deinen Vaginalmuskeln (Beckenbodenmuskeln) in die entgegengesetzte Richtung. Dadurch beförderst Du die Tasse nach außen und schiebst sie so weit aus der Vagina, dass der untere Teil sichtbar wird. Drücke diesen Teil dann kräftig zusammen (zwischen Daumen und Zeigefinger), um den Unterdruck zu lösen, und nimm die Tasse heraus, während Du sie am unteren Teil hältst. Wenn es schwieriger geht, setze weiterhin Deine Vaginalmuskeln ein oder bewege die Tasse leicht seitlich hin und her.

Bei dieser Methode musst Du nicht in die Vagina greifen und den Stiel der Tasse nicht benutzen. Sobald Deine Vaginalmuskeln die Tasse herausbefördert haben, greifst Du einfach den unteren Teil. Du könntest die Tasse auf diese Weise vollständig herausdrücken, ohne den Unterdruck vorher zu lösen, aber dann würde sie auslaufen. Deshalb reicht es, ungefähr ein Drittel herauszudrücken, sodass der untere Teil der Tasse herausragt.

Hilfsmittel: Beim Herausdrücken der Tasse setzt Du Deine Muskeln ähnlich ein wie beim Pressen während einer Geburt.

Wie kannst Du lernen, Deine Beckenbodenmuskeln leicht zu kontrollieren?

Teste zuerst, wie es um Deine Muskeln steht:

Der Test ist ganz einfach: Führe einen Finger (Zeige- oder Mittelfinger) in Deine Vagina ein und spanne die Muskeln an, als wolltest Du auf der Toilette den Urin anhalten. Wenn Du einen ringförmigen Druck an Deinem Finger spürst, ist alles in Ordnung. Egal, ob der Druck nur leicht oder gar nicht spürbar ist: Beginne mit den Übungen und prüfe nach einer Woche, wie Du Deine Muskeln gestärkt hast.

Test: Welche Muskeln spannst Du an?

Zuerst musst Du lernen, die richtigen Muskeln anzuspannen – also nur die Beckenbodenmuskeln.

Prüfe mit diesem Test auch, ob Du die richtigen Muskeln anspannst. Achte darauf: Wenn Du nur den Bauch oder das Gesäß anspannst, zieht sich die Vagina nicht zusammen. Wenn Du die Beckenbodenmuskeln anspannst, lass Bauch- und Gesäßmuskeln sowie die Innenseiten der Oberschenkel locker und spanne nur die Beckenbodenmuskeln an, bis Du den ringförmigen Druck spürst. Atme die ganze Zeit in einem natürlichen Rhythmus – halte den Atem nicht an.

Wie erkennst und benutzt Du die richtigen inneren Vaginalmuskeln?

Übung vor dem eigentlichen Training:

Beim Kräftigen der Vaginalmuskeln werden die Muskeln des unteren Beckenbodens wiederholt angespannt. Am Anfang kannst Du beim leichten Harndrang auf der Toilette üben und den Urin einige Sekunden zurückhalten. Dafür brauchst Du etwas Konzentration: Damit nur der richtige Muskel arbeitet, darfst Du weder den Atem anhalten noch die äußeren Muskeln im Beckenbereich einbeziehen – also Bauch, Gesäß oder irgendetwas anderes… Es ist einfach, Du brauchst nur etwas Übung.

Sobald Du die richtigen inneren Muskeln gefunden hast und sie kontrollieren kannst, hast Du schon viel geschafft! Jetzt musst Du sie nur noch am besten 2- bis 3-mal täglich trainieren. Es sind kleine Muskeln, mit denen Du sanft umgehen und die Du vorsichtig bewegen solltest. Die Entspannungsphase ist genauso wichtig wie das Anspannen.

Kräftigung

Warum sollte ich meine Beckenbodenmuskeln kräftigen?

- Sie kann bei Inkontinenz (unkontrolliertem Urinverlust) helfen und dieser unangenehmen Belastung vorbeugen

- Sie kann zu besseren sexuellen Erlebnissen beitragen und helfen, wenn Du keinen Orgasmus erreichen kannst.

Übung zur Kräftigung

Du kannst auf dem Rücken mit angewinkelten Beinen und den Füßen auf Höhe des Beckens oder auch im Stehen üben.

Am besten legst Du Dich hin und legst die Beine auf einen Stuhl, sodass die Knie einen rechten Winkel bilden.

Ablauf der Übung:

- Halte die Anspannung zuerst drei Sekunden lang und entspanne anschließend drei Sekunden. Nach und nach kannst Du auf bis zu 10 Sekunden steigern.

- Atme durch die Nase ein. Ziehe den Beckenboden nach innen. Kippe das Becken nach vorn.

- Atme durch den geöffneten Mund aus (am besten entspannst Du beim Ausatmen den Unterkiefer und das Kinn so weit wie möglich). Der Beckenboden entspannt sich. Bewege das Becken deutlich nach hinten.

- Bewege Dich und atme so weiter, bis Du Wärme/Energie im Becken spürst.

Entspanne Dich nach jeder Übung mindestens 10 Minuten. Während der Entspannung sind die Beine geöffnet und die Knie voneinander entfernt. Atme tief in den Beckenboden und in den Unterbauch aus, damit sich alles lösen kann.

Tipp: Du kannst diese Übung auch mit der Atmung verbinden: Beim Einatmen ziehst Du die Muskeln nach innen und kippst das Becken nach vorn; beim Ausatmen lässt Du locker und entspannst, während sich das Becken nach hinten bewegt.

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Schlüsselwörter: Beckenbodenmuskeln, Einführen der Tasse, Herausnehmen der Tasse

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